Jaume Ribas

Jaume Ribas wurde 1944 in Granollers (Spanien) geboren.
Schon sehr früh werden zwei Komponenten seine künstlerische Entwicklung beeinflussen: Einerseits die Mittelmeerlandschaften seiner Kindheit und andererseits die Entdeckung des Werks von Gaudi. Jaume Ribas studiert zunächst Philosophie und Theologie und beginnt gleichzeitig als Autodidakt Landschaften und Stilleben zu malen. Mit dem Ziel seine theoretischen Kenntnisse zu vertiefen, wie auch seine Maltechnik zu verbessern, fängt er an der „EINA“ Schule in Barcelona mit dem Kunststudium an; Dort stellt er auch 1979 aus. Seine erste Einzelausstellung findet 1980 in der „Galeria la Tralla“ statt. Während dieser ersten Periode und bis 1988 gehören menschliches Antlitz, Landschaften und Stillleben zu den bevorzugten Motiven seiner Werke, wobei er unter dem Einfluss von Cézanne, oder neoklassizistischer Künstler wie Torres Garcia oder Puvis de Chavannes steht. Im Jahre 1988 orientiert er sich während seines Berlin Aufenthalts künstlerisch neu. Seine neuen Bilder werden 1989 in der „Galerien Schoen“ in Berlin gezeigt. In den neunziger Jahren teilt er seine Zeit zwischen Berlin und Barcelona auf; Zu dieser Zeit stellt er mit großer Regelmäßigkeit in Spanien, in der Schweiz und in Deutschland aus. Der neue von Jaume Ribas eingeschlagene Weg bringt durch das Gedächtnis des Künstlers gefilterte, wirkliche Räume zum Ausdruck; Die Formen sind meistens schlicht und geometrisch. Seine Kompositionen ähneln Kalligraphien mit rhythmischen Modellen und Linien, die den Blick auf sich ziehen und ihn orientieren.Ribas sagt: „Meine Arbeit entsteht aus einem inneren Projizieren, dass sich in einem geometrischen Modell kristallisiert.“ Mitte der neunziger Jahre werden in den Werken des Künstlers Linien und Formen des Aufbaus vorherrschend und seine Arbeiten basieren auf dem Schnittpunkt von orthogonalen Formen. Die Produktion von Jaume Ribas orientiert sich an einer zugleich europäischen und amerikanischen Malart, die man konstruktivistisch nennen könnte. Seine Arbeiten werden in Holland, in Großbrittanien, in den Vereinigten Staaten und in nationalen und internationalen Salons (Saga von Paris, Art Cologne, Artgrafic von Barcelona, usw.) gezeigt. Sein Werk ist in zahlreichen Museen und in bedeutenden Privatsammlungen vertreten. Parallel zu seiner Malerei hat Jaume Ribas auch ein wichtiges graphisches Werk geschaffen.