Hundertwasser-Ein Leben für die Kunst 1928-2000


1928 Am 15. Dezember in Wien geboren als Friedrich Stowasser.

1929 Tod des Vaters, technischer Beamter und Offizier im 1. Weltkrieg.

1934 Erste Jugendzeichnungen.

1936 Ein Jahr Besuch der Montessori Schule in Wien.
Im Zeugnis wird der "außergewöhnliche Farben- und Formensinn" betont.

1938 Nach dem Anschluß Österreichs Zwangsübersiedlung in die Obere Donaustraße zu Tante und Großmutter.

1943 Erste bewußte Buntstiftzeichnungen nach der Natur. In diesem Jahr werden 69 jüdische Familienangehörige mütterlicherseits deportiert

und getötet, auch Tante und Großmutter.
Copyright-Text Hundertwasser Stiftung, Wien
1948 Matura. Verbringt drei Monate an der Akademie der Bildenden Künste bei Prof. Robin Christian Andersen. Eine Walter Kampmann- Ausstellung in der Albertina und Schiele-Ausstellungen hinterlassen nachhaltigen Eindruck.
Vortrag auf Schloß Leopoldskron: Everybody must be creative.

1949 Beginnt ausgedehnte Reisen: Norditalien, Toskana, Rom, Neapel, Sizilien. In Florenz trifft er René Brô und folgt ihm nach Paris. Entwickelt eigenen Stil.
Nimmt den Namen Hundertwasser an.

1950 Aufenthalt in Paris bei Brô und Familie Dumage. Malt gemeinsam mit Brô zwei Wandbilder in Saint Mandé. Verläßt die Ecole des Beaux Arts am ersten Tag. Begegnung mit Shinkichi Tajiri.

1951 Verbringt Winter und Frühjahr in Marokko und Tunesien. Wird Mitglied des Art Club Wien.

1952 Erste Ausstellung im Art Club Wien. Kurze dekorativ-abstrakte Periode.

1953 Malt die erste Spirale.
Zweiter Aufenthalt in Paris. Arbeitet in Brôs Studio in St. Maurice. Zweite Ausstellung im Art Club Wien.
1954 Erste Ausstellung in Paris bei Paul Facchetti.

Verbringt September und Oktober im Spital Santo Spirito in Rom mit Gelbsucht, malt viele Aquarelle. Entwickelt die Theorie des "Trans- automatismus" und beginnt seine Bilder zu numerieren.

  1. 1955  Ausstellung bei Carlo Cardazzo, Galleria del Naviglio, Mailand.

  2. 1956  Zweite Ausstellung bei Facchetti, Paris.

Im Sommer segelt er als Matrose zusammen mit Hans Neuffer auf der S/S Bauta von Söderham nach Hull.
Veröffentlicht den Text La visibilité de la création transautomatique in "Cimaises" und Cinéma individuel transautomatique in "Phases" in Paris. Freundschaft mit dem Sammler Siegfried Poppe.

1957 Kauft "La Picaudière", einen Bauernhof in der
Normandie. Veröffentlicht die
Grammatik des Sehens in Paris. Ausstellung in der Galerie St. Stephan, Wien.

Copyright-Text Hundertwasser Stiftung, Wien

1957-1960 Vertrag und Ausstellung Galerie H. Kamer, Paris.

1958 Hochzeit in Gibraltar (Scheidung 1960).Verliest das

Verschimmelungsmanifest gegen den Rationalismus in der Architektur

anläßlich eines Kongresses im Kloster Seckau am 4. Juli.

1959 Erhält Sanbra-Preis bei der V. Biennale São Paulo.
Im September Gründung des "Pintorarium" - eine universelle Akademie aller kreativen Richtungen - mit Ernst Fuchs und Arnulf Rainer.
Als Gastdozent an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg zieht er die Endlose Linie mit Bazon Brock und Herbert Schuldt.
Nach Skandal Rücklegung der Dozentur.

1960 Im Jänner Brennessel-Aktion in Paris im Zusammenhang mit Alain Jouffroys "Antiprocès" - "..wie man unabhängig leben kann". Ausstellung in der Galerie Raymond Cordier, Paris.

1961 Aufenthalt in Japan. Erhält den Mainichi Preis bei der 6. Internationalen Kunst Ausstellung, Tokio.Hat großen Erfolg bei einer

Ausstellung in der Tokyo Gallery.
Er malt in Hokkaido und kommt über Sibirien nach Wien zurück.

1962 Heiratet Yuko Ikewada (Scheidung 1966).
Malt in einem Studio auf der Giudecca, Venedig.
Großer Erfolg einer Retrospektive bei der Biennale in Venedig, im österreichischen Pavillon, eingerichtet von Vinzenz Ludwig Oberhammer.

1963 Reise nach Griechenland. Betreuung durch Siegfried Adler.

Copyright-Text Hundertwasser Stiftung, Wien

1964 Klettertour in den Tiroler Alpen.
Große Retrospektive in der Kestner-Gesellschaft, Hannover, organisiert von Wieland Schmied. Als Wanderausstellung gezeigt in Amsterdam, Bern, Hagen, Stockholm, Wien. Die Kestner-Gesellschaft veröffentlicht den ersten Oeuvre Katalog. Teilnahme an der documenta III in Kassel.

1965 Essay 35 Days in Sweden. Großer Erfolg mit der Wanderausstellung im Moderna Museet, Stockholm.

1966 Unglückliche Liebe. Ferry Radax dreht den ersten Dokumentarfilm über Hundertwasser

in "La Picaudière" und im Waldviertel. Ausstellung bei Hammerlund, Oslo.

1967 Bereist Uganda und den Sudan.
Wanderausstellung in Galerien in Paris, London, Genf, Berlin. Nacktrede in der Galerie Hartmann, München, für das Anrecht auf die Dritte Haut.

1968 Zweite Nacktrede und Verlesung des Architektur-Boykott- Manifests Los von Loos in Wien.
Bereist Nordkalifornien. Bereitet großen Katalog vor, an der University of California, Berkeley, für eine Museumsausstellung, organisiert von Herschel Chipp. Segelt mit dem alten Holzschiff "San Giuseppe T" von Sizilien nach Venedig.

1968-1972 Umbau dieses Schiffes zur "Regentag" in Werften in der Lagune von Venedig.

1969 Museumsausstellung in Berkeley, Santa Barbara, Houston, Chicago, New York, Washington.

1969-1971 Graphik 686 Good Morning City - Bleeding Town in 120 Farbvariationen, gefolgt von einem fünf Jahre dauernden Prozeß mit dem Verleger in München. Copyright-Text Hundertwasser Stiftung, Wien
Vertreten durch Hans Brockstedt.

Lebt und arbeitet an Bord der "Regentag" in der Lagune von Venedig.

1970-1972 Zusammenarbeit mit Peter Schamoni für den Film Hundertwassers Regentag.
Arbeit an der Graphikmappe Regentag bei Dietz Offizin in Lengmoos, Bayern.

1971 Arbeit am Olympia Poster für München in Lengmoos. Schiffsreise mit der "Regentag" entlang der Küste Dalmatiens mit Peter Schamoni und Manfred Bockelmann und Ballonfahrt mit den beiden von Bayern nach Österreich.

1972 Freundschaft mit Joram Harel.
Demonstriert in der TV Sendung "Wünsch dir was" für Dachbewaldung und individuelle Fassadengestaltung. Veröffentlicht Manifest Dein Fensterrecht – Deine Baumpflicht.
Präsentation des Regentag-Films in Cannes.

Seereise mit der "Regentag" nach Elba. Tod der Mutter.

1973 Erste Mappe mit Japanischen Holzschnitten: Nana Hyaku Mizu. Hundertwasser ist der erste europäische Maler, dessen Werke von japanischen Meistern geschnitzt werden.
Reise auf die Kapverdischen Inseln und nach Neuseeland zur Museums- Wanderausstellung, organisiert von Hertha Dabbert, die in Auckland, New Plymouth, Wellington, Palmerston, Christchurch und Dunedin gezeigt wird.

Teilnahme an der Triennale di Milano, wo ca. 15 Baummieter durch Fenster in der Via Manzoni gepflanzt werden.
Veröffentlicht das Manifest Inquilino Albero.
Ausstellung bei Aberbach Fine Art, New York.

1974 Wanderausstellung durch Museen in Australien: Melbourne, Canberra, Sydney, Mornington.
Ausstellung Stowasser 1943 – Hundertwasser 1974 in der Graphischen Sammlung Albertina, Wien, sowie des gesamten Jugendwerks Friedrich Stowasser 1943-1949.

Malt Conservation Week Poster für Neuseeland und erhält den "Conservation Award".
Präsentiert sein Konzept für die Fußgeherzone in der Wiener Seilergasse, das abgelehnt wird.

Segelt mit der "Regentag" nach Tunis, Zypern und Israel. Ausstellung in der Galerie Facchetti, Paris.

1975 Erscheinen der zweiten japanischen Holzschnittmappe Midori No Namida.
Retrospektiv-Ausstellung im Haus der Kunst, München.
Veröffentlicht das Manifest Humus Toilette in München.

Entwirft Briefmarke für Österreich, Spiralbaum, gestochen von Wolfgang Seidel und initiert die Briefmarkenserie „Moderne Kunst in Österreich“.

Beginn der Welt-Wanderausstellung im Musée d\\'art moderne de la Ville de Paris, die bis 1983 in 27 Ländern und 43 Museen gezeigt wird. In diesem Jahr fortgesetzt in Luxembourg, Marseille, Kairo.
In der Albertina, Wien, beginnt die Weltwanderausstellung seines ge- samten graphischen Oeuvres, die bis 1992 in 15 Ländern und über 80 Museen und Galerien gezeigt wird. In diesem Jahr fortgesetzt in den USA: New York und Boston.
Überquert mit der "Regentag" den Atlantik und segelt über die Karibik und den Panama-Kanal in den Pazifik. Copyright-Text Hundertwasser Stiftung, Wien

1976 Segelt mit der "Regentag" von Tahiti über Rarotonga nach Neuseeland.
Weltwanderausstellung: Tel Aviv, Warschau, Reykjavik Kopenhagen, Dakar.

Graphik-Ausstellung in den USA: Hannover, Brooklyn, Maryland.

1977 Nach zwei Unfällen zwei Monate im Kawakawa Hospital in Neuseeland.
Reist von Asien nach Südamerika. Befährt im offenen Boot von Manaus den Rio Negro und Rio Branco.

Rede vor den "Premières Rencontres Européennes du Cadre de Vie" in der UNESCO in Paris im Dezember.

Weltwanderausstellung: Tokio, Hong Kong, Kapstadt, Pretoria, Rio de Janeiro, Brasilia, São Paulo, Caracas.

1978 Verbringt die Wintermonate im Waldviertel im Schnee mit seinem Freund Brô und malt sieben Bilder.
Beendet mit Alberto della Vecchia nach sechsjähriger Entwicklung das 3- D-Objekt

780 Fall in Cloud – Fall in Fog – Fall out.
Entwirft in Venedig die Friedensfahne für das Heilige Land mit grünem arabischen Halbmond und blauem Davidstern auf weißem Untergrund. Veröffentlicht sein Friedensmanifest.
Reist als Gast von Präsident Léopold Sédar Senghor nach Senegal. Weltwanderausstellung: Mexico City, Montreal, Toronto, Brüssel, Budapest. Albertina-Graphik-Ausstellung in Kanada, Deutschland, Marokko. Copyright-Text Hundertwasser Stiftung, Wien

1979 Reist nach New York, San Francisco, Tahiti, Neuseeland. Friedensfahne und Manifest werden vom österr. Bundeskanzler Bruno Kreisky an Staatsoberhäupter des Nahen Ostens gesandt.
Die Österreichische Staatsdruckerei druckt drei Briefmarken für die Republik Senegal und eine für die Republik der Kapverdischen Inseln nach seinen Entwürfen.

Schafft fünf Münzobjekte: So etwas wie Eintrittsgeld ins Paradies. Verlesung des Manifests Die Scheißkultur – die heilige Scheiße in Pfäffikon am Zürcher See.
Entwirft das Buch Ao Tea Roa, herausgegeben von Hans Brockstedt, erschienen im Albrecht Knaus Verlag, Hamburg.

Verbringt den Sommer malend in Algajola auf Korsika. Weltwanderausstellung: Madrid, Pfäffikon. Albertina-Graphik-Ausstellung in Portugal, Spanien, Deutschland, Italien und Großbritannien.

Beginn der Wanderausstellung Hundertwasser Is Painting mit 40 Werken bei Aberbach Fine Art, New York.

1980 Zu Beginn des Jahres Reise nach Qatar, Sri Lanka, Malediven, Neuseeland.
Präsentation von 5 Modellentwürfen für das Haus Löwengasse/Kegelgasse im Auftrag der Stadt Wien.

Hundertwasser Day in Washington, D.C. am 18. November, proklamiert von Bürgermeister Marion Barry, Jr., Washington, D.C.

Pflanzung der ersten 12 von 100 Bäumen auf dem Judiciary Square, Washington, D.C. sowie Übergabe des Anti-Atom Posters Plant Trees – Avert Nuclear Peril an Ralph Nader sowie des Umwelt-Posters Arche Noah 2000 für Deutschland.

Spricht über Ökologie, gegen Kernkraft und für eine natur- und menschen- gerechtere Architektur im U.S.-Senat, im Corcoran Museum, in der Philipps Collection, alle Washington; anläßlich des 2. Europäischen Symposiums über Ökologie in Berlin, in den Technischen Universitäten Wien und Oslo. Copyright-Text Hundertwasser Stiftung, Wien

Verbringt den Sommer malend auf der Insel Porquerolles. Weltwanderausstellung: Rom, Mailand, Oslo, Köln. Albertina-Graphik-Ausstellung in Frankreich, Deutschland, USA. Wanderausstellung Hundertwasser Is Painting: Tokio, Hamburg, Oslo.

1981 Zu Jahresbeginn Reise mit Brô nach Indien, Nepal, Neuseeland. Am 14. Mai Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises 1980 und Rede gegen die Kernkraft und über Die falsche Kunst. Österreichischer Naturschutzpreis.

Malt im Sommer am Wolfgangsee.
Vorlesungen über Umwelt, Architektur und Kunst in Köln, München, Frankfurt, Graz, Wien, Ost-Berlin, Hamburg. Weltwanderausstellung: Wien, Graz, Ost-Berlin, Helsinki, Bukarest.

Albertina-Graphik-Ausstellung: Frankreich, Südamerika, USA und Deutschland.

Wanderausstellung Hundertwasser Is Painting: Wien, Galerie Würthle. Berufung zum Leiter der Meisterschule für Malerei an die Akademie der Bildenden Künste, Wien. Verfaßt Richtlinien für die Meisterschule Hundertwasser.

1982 Beendet 16 Werke in Neuseeland und in Venedig. Reist nach Chiang Mai und nach Sardinien.

Gestaltet als "Architekturdoktor" die Fassade der Rosenthal-Fabrik in Selb um.
Entwirft Umgestaltungsmodell der Kohlenwäsche im Hamm, Westfalen, und Zungenbärte aus Keramik für das Rupertinum, Salzburg.

Plakat Künstler für den Frieden.
Umweltschutzreden in Sydney, Manila, Seattle, San Francisco, Washing- ton D.C.
Hundertwasser Woche in San Francisco vom 5. bis 12. Dezember, proklamiert durch Dianne Feinstein, Bürgermeisterin der Stadt San

Francisco, anläßlich der Übergabe der zwei Plakate Save the Whales und Save the Seas an Greenpeace und die Jacques Cousteau Gesellschaft.

Übergabe des Plakates You Are a Guest of Nature an das Centre of Environmental Education, Washington D.C.
Reist nach Tahiti und Neuseeland.
Weltwanderausstellung: Sofia.
Albertina-Graphik-Ausstellung in Frankreich, Deutschland, Südamerika, USA und Australien. Copyright-Text Hundertwasser Stiftung, Wien
Ausstellung bei Artcurial in Paris mit 20 neuen und 20 früheren Werken. Katalog mit Texten von Hundertwasser, Pieyre de Mandiargues, Alain Jouffroy.

1983 Entwirft sechs Briefmarken für die Vereinten Nationen, je 2 für New York, Genf und Wien, gestochen von Wolfgang Seidel.
Gründet ein Bürgerkomitee zur Erhaltung des alten Postgebäudes in Kawakawa, Neuseeland.

Grundsteinlegung des Hundertwasser-Hauses in Wien.
Arbeitet in Spinea an der Graphik 860 Homo Humus How Do You Do in 10002 verschiedenen Versionen.
Umgestaltung der Fassade eines Silos im Hafen von Krems.
Schafft das Freiluftmodell Hochwiesenhaus auf der IGA in München. Arbeitet am Buch Schöne Wege, Gedanken über Kunst und Leben. Entwirft eine Fahne für Neuseeland, das Koru – Entrollender Farn. Reist nach Kenia, zu den Seychellen und nach Neuseeland. Weltwanderausstellung in England und Schottland.
Vortrag im Royal College of Art, London

1984 Lebt in Neuseeland, Tahiti, Venedig und in der Normandie.
TV Sendung Der Fall der Avantgarde in München mit Arik Brauer, Ernst Fuchs und Alfred Hrdlicka.
Erhält den Umweltschutzpreis der Stadt Goslar.
Dachgleichenfeier des Hundertwasser-Hauses in Wien. Arbeitet auf der Baustelle.
Erhält den Preis für die schönste Briefmarke von Präsident Pertini, Italien, für die sFr-1,20-Marke für die UNO, Genf.
Ausstellung in der Schweiz.
Nimmt aktiv an den Aktionen zur Rettung der Hainburger Au teil. Campiert eine Woche in der Au. Gestaltet das Plakat Hainburg – Die freie Natur ist unsere Freiheit und protestiert mit dem Zerreißen des Österreichischen Staatspreises.

1985 Beginn der Zusammenarbeit mit Architekt Peter Pelikan. Arbeitet das ganze Jahr auf der Baustelle des Hundertwasser-Hauses in Wien. Nominierung zum "Officier dans l\\'ordre des Arts et des Lettres" durch den französischen Kulturminister Jack Lang.
Ende des Jahres Rückreise nach Neuseeland. Graphik-Ausstellung im Musée Gauguin in Tahiti.

1986 Am 17. Februar wird das Hundertwasser-Haus den Mietern übergeben, 70.000 Besucher am "Tag der offenen Tür".
1.000 grüne Koru-Fahnen wehen in Neuseeland, großes Interesse der Bevölkerung, der Presse und im Parlament.

Entwirft Uluru - Down Under Flag für Australien.
Rückkehr aus Neuseeland über Australien, Indien und Nepal. Weltwanderausstellung: CSSR
Ausstellungen in: Schweden, Österreich, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein. Copyright-Text Hundertwasser Stiftung, Wien
Arbeit an der Gestaltung der Brockhaus-Enzyklopädie.
René Brô stirbt in Paris, wo er in Hundertwassers Atelier gewohnt hat.

1987 Im März erscheint in Österreich die Sonderbriefmarke Cept Europalia 1987, die das Hundertwasser-Haus zeigt.
Entwirft das Plakat für Luna Luna von André Heller.
Entwurf des Plakats für die Europalia und Umgestaltung des Palais des Beaux Arts in Brüssel für die Europalia.

Entwirft Neugestaltung der St. Barbara Kirche in Bärnbach, Steiermark. Entwirft die Kindertagesstätte Heddernheim in Frankfurt. Weltwanderausstellung: CSSR.

1988 Malt im Waldviertel.
Auf Einladung des Bürgermeisters und Landeshauptmannes Dr. Helmut Zilk übernimmt er die Planung und den Entwurf zur architektonischen und künstlerischen Gestaltung des Fernwärmewerkes Spittelau, Wien.
Reist nach Neuseeland und arbeitet nach seiner Rückkehr weiter am Bau der St.Barbara Kirche in Bärnbach.
Schafft Farbradierung 899 Bärnbacher Andacht als Beitrag zur Finanzierung der Kirchenrenovierung.
Verfaßt ein Pamphlet Das kulturelle Österreich gegen die Deportation und Zerstörung von Dörfern in Siebenbürgen, Rumänien. Architekturausstellung in der Galerie Hilger, Frankfurt.

Leitet im Rahmen der Internationalen Sommer-Akademie in Salzburg einen Lehrgang für natur- und menschengerechtere Architektur mit Efthymios Warlamis und Irenäus Eibl-Eibesfeldt.
Im September Weihe der St. Barbara Kirche in Bärnbach.

Am 20. Dezember Grundsteinlegung für die Kindertagesstätte in Heddernheim in Frankfurt.
Neugestaltung der österreichischen Autokennzeichen und Einsatz für die Beibehaltung der schwarzen Nummernschilder.

Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens der Stadt Wien und des Goldenen Ehrenzeichens des Landes Steiermark.

1989 Weiter im Einsatz zur Wahrung der österreichischen Identität in Sachen Nummerntafeln.
Die Hundertwasser-Brockhaus-Enzyklopädie erscheint im November. Schafft Semi-Dako (Fliegende Drachen) für Museumsausstellung in Japan. Baut sein Modell Hügelwiesenland für den 22. Bezirk in Wien, das in der Folge von den Anrainern aus Angst vor einem Touristenansturm abgelehnt wurde.

Architekturvortrag Die grüne Stadt in Baden in der Schweiz.
Im Dezember Abreise nach Neuseeland.
Ausstellungen in den USA, Frankreich, Deutschland, Schweiz und Österreich. Copyright-Text Hundertwasser Stiftung, Wien Museumsausstellung in Japan.

1990 Arbeit an Architektur-Realisationen: KunstHausWien; Raststätte Bad Fischau; Agip-Tankstelle Wien; Fernwärmewerk Spittelau; In den Wiesen, Bad Soden, Deutschland; Village beim Hundertwasser-Haus, Wien; Textilfabrik Muntlix; Winery Napa Valley, Kalifornien. Ausstellungen in Frankreich, Österreich, Deutschland, Schweiz und Schweden.

Aufenthalt in Neuseeland im Frühling, Vorträge in Wellington, Christchurch, Dunedin, Auckland und Blenheim im Rahmen des "Living Treasure Program" und 30-Minuten TV Film Produktion.

1991 Fertigstellung des KunstHausWien, Eröffnung am 9. April. Abreise nach Neuseeland.
Arbeit an Architektur-Projekten:
Ortsgestaltung von Griffen, Kärnten;

Innenhof der Wohnanlage in Plochingen, Deutschland; Thermendorf Blumau, Steiermark, dem Hundertwassers Idee vom

 
Präsentation seines Casino Austria Jetons.
Im Auftrag des Fürstentums Liechtenstein entwirft Hundertwasser eine Briefmarke und koordiniert die Briefmarkenserie "Hommage au Liechtenstein". Weitere Vorlagen stammen von Jean Tinguely, Paul Wunderlich, Enrico Baj, René Brô.

1992 Entwürfe für 4 Telefonwertkarten der österreichischen Post und Entwurf für eine Sonderbriefmarke anläßlich der Gipfelkonferenz des Eu- roparates in Wien 1993.
Ausstellungstournee Kreative Architektur – Gleichnis der

Schöpfung durch deutsche Einkaufszentren (mit 12 Architekturmodellen). Ausstellung in Tokio: Hundertwasser – His Art, his Ecology, his Architecture. Copyright-Text Hundertwasser Stiftung, Wien
Präsentation des Modelles der Ortsgestaltung von Griffen und Teilnahme an der Diskussionsveranstaltung: "Die Wiedergeburt Griffens – Braucht Kärnten ein Hundertwasser-Projekt?"

Richtfest der Wohnanlage In den Wiesen in Bad Soden, Deutschland.

Andrea C. Fürst, Hundertwasser 1928–2000, Catalogue Raisonné, Köln 2002, Volume 2, S. 51 und 52 


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